Bernburg (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
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letzte Änderung: 26.08.2021

Bernburg entwickelte sich seit Ende des 19. Jahrhunderts zu einem wichtigen Chemiestandort. Um 1900 wurde der Abbau des Kali- und Steinsalzes eben für die Chemiebetriebe bedeutsam. Zum prosperierenden Industriestandort an der Saale und Röße gehörten schließlich auch die Metallverarbeitung und die Metallbearbeitung sowie die Verarbeitung landwirtschaftlicher Produkte zum in der Zuckerfabrik. Einen Namen machte sich Bernburg zudem mit der Zucht von Samen insbesondere zur Weiterentwicklung der Zuckerrübe. Bis heute ist diese Rübenzucht international bedeutsam.

VEB Autobahnbaukombinat Betrieb Stahlbrückenbau Stahlbauwerkstatt Bernburg (Abriss seit 2014)

VEB Autobahnbaukombinat, Stahlbau Bernburg, Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Aufschrift aus der DDR-Vergangenheit: VEB Autobahnbaukombinat
Betrieb Stahlbrückenbau Stahlbauwerkstatt Bernburg
Foto: Martin Schramme, 03.2010

Das Autobahnbaukombinat wurde 1969 gegründet. Ein Betriebsteil für den Stahl- und Brückenbau befand sich am Weinberg in Bernburg-Waldau.

Kaufhaus am Kugelweg 4

Kaufhaus am Kugelweg, Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 05.2021

Im Kugelweg 4 steht dieses bemerkenswerte, denkmalgeschützte Gebäude. Es wurde 1906 erbaut. Das Kaufhaus ist gemäß Denkmalverzeichnis Sachsen-Anhalt Band 12 Sachzeuge der Blüte der Bergstadt als Handels- und Wirtschaftszentrum im frühen 20. Jahrhundert. In den 1990-er Jahren war es kurzzeitig als exklusives Handelshaus wiedereröffnet. Dann stand es lange leer, bis der Verlag der Regionalpresse "Mitteldeutsche Zeitung" einzog.

VEB Saalemühle Bernburg

alte Muehle an der Saale, Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015

Die Saalemühle ist ein technisches Denkmal und ältester Wirtschaftsstandort in Bernburg. Seit dem Mittelalter gibt es eine Mühle am immer gleichen Standort in der Saale. 1879 brannte die Mühle komplett nieder. Für Wiederaufbau und Neustart gründete man 1887 eine Aktiengesellschaft. 1911 brannte die Mühle erneut nieder. Mühlen waren ständig gefährdet, da insbesondere durch den Mehlstaub immer Explosions- und Brandgefahr bestand. Dass viele Teile einer Mühle aus Holz bestanden, begüstigte im Falle eine Unfalles Katastrophenszenarien. 1943 war die Bernburger Saalmühlen AG auch Großaktionär der Stadtmühle Alsleben AG. Mit der Niederlage der Deutschen im Zweiten Weltkrieg, der Aufteilung Deutschlands in vier Besatzungszonen sowie der Besetzung auch Bernburgs durch die Rote Armee der Sowjetunion (Sozialismus) folgten Enteignung und Verstaatlichung der Mühle in Bernburg.

Mit der Verstaatlichungswelle entwickelte sich in der 1949 gegründeten DDR die Überzeugung: "Der Sozialismus siegt." Das stand dann auch weithin sichtbar am Giebel über den Silos der Mühle, wie man auf Fotos jener Zeit sehen kann. 1952 erfolgte der Zusammenschluss mit den Mühlen Alsleben und Calbe zu einem Mühlenbetrieb mit Hauptsitz in Bernburg. Die drei Mühlen erreichten damals die größte Produktionskapazität im DDR_Bezirk Halle. 1965 wurde Bernburg Hauptsitz des VEB Saalemühlen Bernburg der Vereinigung volkseigener Mühlenbetriebe mit den Betriebsteilen Nienburg, Kelbra, Roßla, Ermlitz, Wettin, Zeitz, Alsleben, Salzmünde, Bad Kösen, Merseburg, Reuden, Weißenfels, Jonitz (Dessau), Wetterzeube und Oldisleben.

Mit dem Ende der DDR 1989/90 kam die Reprivatisierung, allerdings fand sich kein Weg, die Mühle in Bernburg als Mühlbetrieb zu erhalten. Als Mühle in Betrieb ist heute nur noch die Alslebener Mühle, die inzwischen mit der Dresdener Mühle fusioniert ist. mehr In der Saalemühle wird seit einigen Jahren mit der Wasserkraft der Saale Strom erzeugt.

Literaturhinweis: Ottomar Träger "Wassermühlen im unteren Saaletal. Beiträge zur Mühlenchronik an der unteren Saale. Die Wassermühlen Alsleben, Bernburg, Nienburg, Calbe", 1969

Saatzuchtwirtschaft C. Braune (in der DDR VEG Saatzucht, später KWS Saat AG)

Saatzuchtwirtschaft C. Braune, Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 03.2010

Die 1868 gegründete Saatzuchtwirtschaft C. Braune (Friedrich Carl Braune) war ein bedeutender Pionier-Betrieb zur Vermehrung von Zuckerrüben-Samen. 930 Hektar Land waren bebaut. Ziel der Zucht: Nicht aufschießende Rüben (Literatur: Paul Hillmann "Die deutsche landwirtschaftliche Pflanzenzucht", 1910, Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft Berlin). Bereits 1747 waren erste Erkenntnisse über den Zuckergehalt der Rübe veröffentlicht worden. Erste Anbauversuche erfolgten 1786 in Schlesien, wo dann auch in Cunern die erste deutsche Zuckerfabrik gegründet wurde (erste Rübenzuckerfabrik der Welt). 1796 stellt der Chemiker Franz Carl Achard in Kaulsdorf bei Berlin den ersten aus Rüben gewonnenen Zucker der Welt her. Die erste gezielte Auslese der Rüben nach Gewicht und Zuckergehalt erfolgte 1862 in Klein-Wanzleben. Für den Siegeszug der Rübe hatte Napoleons Kontinentalsperre gesorgt, in deren Folge nicht mehr der bis dahin übliche Rohrzucker aus Übersee nach Deutschland kam. Die höhere Leistungsfähigkeit der deutschen Zuckerwirtschaft war gefragt, als Napoleon die Sperre für Deutschland wieder aufhob und der billigere Rohrzucker mit dem Rübenzucker konkurrierte.

Der abgebildete Speicher wurde später gebaut. Über die Station Bernburg-Waldau ist er an die Eisenbahn angeschlossen. Interessant sind die verwitterten Aufschriften an der Giebelwand. Dort steht der Name der Firma (C. Braune). Erkennbar sind auch die Wortfetzen "...samen" und "...zucht". Von den Bahnschienen aus ist mit technischer Hilfe die verwitterte Aufschrift "Deutsche Saatzucht-Gesellschaft - Saatzuchtbetrieb Bernburg" zu lesen. Außerdem ist eine Parole aus den frühen Kampfzeiten DDR zu sehen ("Eine Kraft für Frieden ..."), wo der Betrieb als Volkseigenes Gut (VEG) Saatzucht Bernburg geführt wurde. Später gehörte der Betrieb zum Kombinat Pflanzenzüchtung und Saatgutwirtschaft Quedlinburg.

Seit 1903 begannen sich die meisten Kleinpächter in Bernburg in Gartenvereinen zu organisieren, allen voran die "Brauneschen Gärten, benannt nach dem Saatzucht-Inhaber Braune.

Papierfabrik Bernburg

Papierfabrik Bernbrug, Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Reste einer Hafenanlage an der Papierfabrik in Bernburg, Foto: Martin Schramme, 11.2015 Reste einer Hafenanlage an der Papierfabrik in Bernburg, Foto: Martin Schramme, 2021 Reste einer Hafenanlage an der Papierfabrik in Bernburg, Foto: Martin Schramme, 11.2015 Reste einer Hafenanlage an der Papierfabrik in Bernburg, Foto: Martin Schramme, 11.2015

"Gottfried Hopfer und Elise Hopfer erbauten diese Fabrique 1806", steht über dem Portal des ältesten Teils der ehemaligen Papierfabrik in Bernburg an der Saale. Nach dem Tode Hopfers zeigten seine Erben illegale Lumpensammler an, die den Ertrag schmälerten und gegen ein bereits im April 1807 exklusiv vergebenes Privileg verstießen. In der Folge verfügte die Herzoglich Anhaltische Kammer am 29. November 1837, dass nur die Hopferschen Erben in der Stadt Bernburg und den Ämtern Bernburg und Plötzkau Lumpen sammeln dürfen. Allen anderen müssten bei Verstoß mit Geldstrafen rechnen (Quelle: Gesetzsammlung für das Herzogthum Anhalt-Bernburg, Band 5). 1879 ging die Fabrik an die Gebrüder Lange über. Sie erweiterten das Gebäudeensemble durch den Kauf der nahen Handpapiermühle von Hinze und der Glasurmühle der Fayencefabrik von Jannasch. Die Langes bauten zudem ein Wohnhaus. In der Zeit bis zur Enteignung wurde aus Kiefernholz primär Zeitungspapier produziert. 1946 waren in der Papiermühle noch drei Wasserturbinen mit einer Gesamtleistung von 1030 Kilowatt in Betrieb. Allerdings war 1932 eine der drei Francisturbinen durch eine bauähnliche Turbine der Firma B. Maier KG, Brackwede, ersetzt worden. 1972, also im Laufe der DDR-Zeit, wurden die Anlage stillgelegt, weil die Turbinen nach der Modifizierung des Wehrs 1938 gegenüber der auch heute noch erkennbaren Bauform von 1880 zu Schäden und Ausfällen infolge von Materialüberlastungen führte. Anfang der 1990er Jahre, kurz nach dem Ende der DDR (1949-1990), kam das Aus für die Papierfabrik, doch die Turbinen wurden einige Jahre später zur Stromgewinnung reaktiviert. Bis 1968 hatte Turbinen der Papiermühle schon einmal Strom aus Wasserkraft geliefert. Teile der Fabrik stehen heute unter Denkmalschutz, andere sind abgerissen. Teile der erhaltenen Objekte wurden saniert, andere Teile waren noch im Herbst 2015 unsaniert und standen leer. In einem der leerstehenden Gebäude musste die Feuerwehr im Jahr 2014 einen Großbrand löschen.

Neue Stephanus Kirche (rote Kirche, Magdeburger Straße in Waldau)

Stephanus Kirche Waldau, Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 03.2010 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015

Die "Rote Kirche" an der Magdeburger Straße in Bernburg-Waldau wurde nach Entwürfen des Kirchenbaumeisters Johannes Otzen (1839-1911) errichtet und 1894 eingeweiht. Seit Mitte der 1950er Jahre wird sie nicht mehr genutzt. Nach der Wende 1990 kaufte ein Privatmann die Kirche, doch das Gebäude verfiel weiter. 2014 kaufte die Stadt Bernburg den roten Backsteinbau. Obgleich es Entwürfe für den Ausbau zum Senioren- oder Generationenhaus gibt, erwägt die Stadt den Abriss.

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Allgemeine Ortskrankenkasse (erbaut um 1900)

Allgemeine Ortskrankenkasse, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Allgemeine Ortskrankenkasse, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Allgemeine Ortskrankenkasse, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Allgemeine Ortskrankenkasse, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Allgemeine Ortskrankenkasse, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Allgemeine Ortskrankenkasse, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Allgemeine Ortskrankenkasse, Foto: Screenshot

Zu beeindruckenden Gebäuden in Bernburg zählt dieser ehemalige Sitz der Allgemeinen Ortskrankenkasse (AOK). Das Haus ist ein Baudenkmal im Denkmalbereich der Altstadt aus der Zeit des Jugendstils (1896-1920). Laut Denkmalverzeichnis handelt es sich um ein Verwaltungsgebäude mit geschichtlicher, kulturell-künstlerischer und städtebaulicher Bedeutung. Im Mai 2021 stand das Objekt für 49.999 Euro zum Verkauf. Dazu hieß es: "Durch den jahrelangen Leerstand befindet sich das Objekt zurzeit in einem unbewohnbaren Zustand und weist Strukturschäden der tragenden Gebäudesubstanz auf. Das Objekt muss komplett saniert werden."

2017 hatte Bernburg 315 Baudenkmale, heißt es in der Drucksache 7/1280 des Landtags von Sachsen-Anhalt zu Zahl und Zustand der Baudenkmale im Salzlandkreis.

Möbel Bertram

Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015

"Complette Wohnungs-Einrichtungen / Möbel Bertram / Complette Möbel-Einrichtungen", erinnerte eine blasse Aufschrift noch im November 2015 an ferne Zeiten. Die Bernburger Wohnstättengesellschaft mbH erklärte im Jahr 2014, das Haus Nienburger Straße 4 im Jahr 2016 sanieren zu wollen und verwies dabei auf Studenten der Immobilienwirtschaft, die an Nutzungs- und Sanierungsplänen arbeiteten. Zur Nutzungsgeschichte hieß es in der Ausgabe 2|2014 des BWG-Magazins "Der Nachbar", dass Ende des 19. Jahrhunderts vor der Möbelhaus-Zeit Luxuswagen in großen Schaufenstern standen. Anbieter der Karossen ohne Motor war demnach der Sattlermeister und Wagenbauer Wilhelm Hebestreit.

Pulvermagazin der Karlskaserne

Pulvermagazin der Karlskaserne, Foto: Martin Schramme, 05.2021

Wer weiß mehr über das Pulvermagazin?

Saatzuchtbetrieb Bernburg

Saatzuchtbetrieb Bernburg, Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015 Foto: Martin Schramme, 11.2015

Deutsche Saatzucht-Gesellschaft (DSG), 1950 Beginn der Hybridmais-Züchtung in Bernburg.

Sonnenuhr 1961

Sonnenuhr DDR 1961, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Sonnenuhr DDR 1961, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Sonnenuhr DDR 1961, Foto: Martin Schramme, 05.2021 Sonnenuhr DDR 1961, Foto: Martin Schramme, 05.2021

Der Schlosser Richard Mühlner erschuf die Sonnenuhr auf dem Karlsplatz zur 1000-Jahr-Feier 1961 in Bernburg.

Weltzeituhr (Baujahr 1977)

Foto: Martin Schramme, 05.2021

Die Weltzeituhr auf dem "Alex" in Berlin kannte zumindest zu DDR-Zeiten jedes Kind. Das Wunderwerk auf dem Alexanderplatz, ein Entwurf von Designer Erich John, entstand 1969 zum 20. Republikgeburtstag der DDR. Doch auch in Bernburg gibt es eine Weltzeituhr, unter anderem mit den Zeiten von Moskau, New York, Peking und Havanna. Sie entstand zu Ehren des 60. Jahrestages der Oktoberrevolution in Russland (1977) und wurde auf dem Marx-Engels-Platz errichtet (heute: Karlsplatz). Am Bau beteiligt waren die Betriebe VEB Funkwerkstätten, VEB Mechanische Werkstätten, VEB Spiegelchemie und VEB Stadtwirtschaft sowie die Handwerksbetriebe Harig, Knaul, Müller und Seidel.

Die Stadt Bernburg scheint eine besondere Liebe zu Uhren zu haben. So beherbergt das Rathaus von Bernburg eine historische Weltzeituhr mit Zeitangaben für Berlin, London, Madrid, München, Madeira, Constantinopel (heute: Istanbul), Kopenhagen, Newyork, Athen, Algier, Paris, Mailand, Wien, Rom, Calcutta, Peking, Philadelphia, Jerusalem, Mexiko und Leningrad. Bekannt ist diese Uhr als geographisch-astronomische Kunstuhr von Johann Ignatz Fuchs. 1938 baute der Mechanikermeister Ernst Kirchberg die Bernburger Blumenuhr. Damals gingen die Uhren noch etwas anders, denn Bernburg feierte gerade 800 Jahre oder, um genauer zu sein, die erste gesicherte Erwähnung der Burg Bernburg 1138.

HO in Bernburg an der Saale

Foto: Martin Schramme, 05.2021 Foto: Martin Schramme, 05.2021 Foto: Martin Schramme, 05.2021

Unweit der Saale-Brücke unterhielt die HO, staatliche Handelsorganisation der DDR, einst ein kleines Kaufhaus. Inzwischen ist die Schrift an der Fassade so stark verwittert, dass man nur noch ahnen kann, was dort einst stand.

Gräber Bernburger Handwerker

Johann Schumann (1671-1709 = 38 Jahre), Brauherr, Steinhauer und Maurer
F. Schmidt Gastwirth (1827)
Schuhmachermeister J.C.H. Hanemann (1831)
Schuhmachermeister J.F. Krietsch (1831)
Böttchermeister Andreas Kielhorn (1826)

Betriebe in der DDR (1949-1990)
VEB Autosattler Bernburg
VEB Autoservice Bernburg
VEB Backwaren Bernburg
VEB Behälter- und Heizungsbau Bernburg (VEB Kombinat Fahrzeug- und Fertighausbau Halle)
VEB Beikowa Bernburg (1978 gegr. Kaugummifabrik, Gummimasse aus Italien, Export-Waren)
VEB Bernburger Metallwerk, Ernst-Grube-Str. 1 (BMB)
VEB Bernia Bernburg
VEB Chemische Fabrik Bernburg
VEB Dienstleistungsbetrieb Bernburg (VEB Kombinat Hauswirtschaftliche Dienstleistungen Halle)
VEB Draht- und Seilwerk Rothenburg BT Bernburg (VEB Qualitäts- und Edelstahlkombinat Brandenburg)
VEB Eisengießerei Bernburg (VEB Kombinat Musikinstrumente Markneukirchen)
VEB Elektrowärmegeräte Bernburg
VEB Elektrowerkstätten Bernburg (VEB Möbelkombinat Dessau)
VEB Fleischwarengfabrik Bernburg
VEB Funkwerkstätten Bernburg
VEB Getränkefabrik Bernburg
VEB Haushaltselektronik Bernburg (VEB Kombinat Elektrowaren Halle)
VEB Industriebau Bernburg (VEB Bau- und Montagekombinat Chemie Halle, BMK)
VEB Kali- und Steinsalzbetrieb Saale BT Bernburg (VEB Kombinat Kali Sondershausen)
VEB Kaliwerk Bernburg
VEB Kessel- und Rohrreinigung Bernburg (VEB Getränkekombinat Dessau)
VEB Kfz-Instandsetzung Bernburg
VEB Kreisbaubetrieb Bernburg
VEB Landmaschinenbau Bernburg (VEB Kombinat Fortschritt Landmaschinen)
VEB Mechanische Werkstätten Bernburg
VEB Metallstanzerei Bernburg
VEB Metallverarbeitung Bernburg (ab 1984 Metall- und Holzverarbeitung Bernburg, Kombinat Metallwaren Dessau)
VEB Möbel und Innenausbau Bernburg
VEB Papierfabrik Bernburg
VEB Rationalisierung Bernburg (VEB Getränkekombinat Dessau)
VEB Röhrenvereinigung Molch Bernburg (VEB Kombinat Wassertechnik und Projektierung Wasserwirtschaft Halle)
VEB Saalemühle Bernburg
VEB Schlachthof Bernburg
VEB Schuhfabrik Bernia Bernburg, Halleschen Straße 105a (VEB Kombinat Schuhe Weißenfels)
VEB Serumwerk Bernburg (VEB Pharmazeutisches Kombinat GERMED Dresden)
VEB Spiegelchemie Bernburg (VEB Möbelkombinat Dresden-Hellerau)
VEB Spielwarenfabrik Bernburg
VEB Spiritus- und Hefefabrik Bernburg (VEB Kombinat Öl und Margarine Magdeburg)
VEB Kali- und Steinsalzbergwerk Bernburg-Gröna
VEB Teerprodukte Bernburg
VEB Vereinigte Mühlenwerke Saalemühlen Bernburg (Betrieb im VEB Kombinat Getreidewirtschaft Halle, Bernburg gehörte in der DDR zur Verwaltungseinheit "Bezirk Halle")
Vereinigte Sodawerke Bernburg-Staßfurt (VEB Chemiekombinat Bitterfeld)
VEB Verpackungsmittel Bernburg (VEB Möbelkombinat Dessau)
VEB Zementwerke Bernburg (VEB Zementkombinat Dessau)
Zentralinstitut für Sonderkulturen und Zierpflanzen Bernburg
VEB Ziegelwerke Bernburg
VEB Zuckerkombinat Saale Bernburg, VEB Zuckerfabrik Saale Bernburg
VEG Saatzucht Bernburg (Kombinat Pflanzenzüchtung und Saatgutwirtschaft Quedlinburg)
HO-Gaststätte "Buchenhof"

Bernburgs Wirtschaft vor 1945
Anhaltische Cartonnagenfabrik Gustav Heincke (gegr. 1905, Saturn-Packung)
Anhaltische Papierwarenfabrik vorm. C. Bergmann (APB, Tüten- und Papierwaren-Fabrik, Papier- und Schreibwwaren-Großhandlung, Buchdruckerei, Buchbinderei)
Auto-Licht Bernburg
Bank Levi Calm & Söhne
Bernburger Maschinenfabrik AG (Spezialität: Irische Dauerbrandöfen und schmiedeeiserne Kochherde, Dampfkessel, Blech-Schweisserei, Flammrohrkessel, Schiffskessel, Röhrenkessel, Locomotiv- und Locomobilkessel, Ueberhitzer, Apparate und Gefäße für die chemische Industrie, Doppelwand, Seifenkessel, Reservoire, Braupfannen, Dampfpumpen, Dampfmaschinen)
Bernburger Saalmühlen (gegr. 1887)
Blumenhaus Haltemann
Buchdruckerei Dörfel & Kranemann (D&uumml;ten- und Papierwaren-Fabrik, Buchdruckerei, Pergament- und Packpapiere)
Deutsche Solvay-Werke Actiengesellschaft (DSW, seit 1883 Sodaproduktion)
Ernst Naeter Nachf. Filz- und Filzwarenfabrik (gegr. 1794)
Gasthaus "Zum Erbprinzen" (seit 1836, Metropol)
Gellendien & Haffner Maschinenfabrik (gegr. 1889)
Großhandels-Aktiengesellschaft Bernburg
Handelsgesellschaft der Metallwerke L. Kessler & Sohn (gegr. 1830, Fabrik für gewalzte und gepreßte Blei- und Zinnfabrikate, Apparatebau für die chemische Industrie, verzinkte und verbleite Bleche)
Heinrich Steidner Wein-Brennerei, Likörfabrik und Fruchtsaftpresserei (gegr. 1834)
J.I. Fuchs und Sohn (Uhrmacher)
Kaliwerke Bernburg und Gröna (seit 1911)
Keilmann & Völcker Maschinenfabrik (gegr. 1891)
Landmaschinenfabrik Theodor Hey
Landmaschinenfabrik W. Siedersleben
Louis Damm Likörfabrik und Weinhandlung
Louis Faust Friseur
Maschinenfabrik Albert Eskau Bernburg
Otto Giebelhausen Maschinenfabrik
Rudolf Mandler Photographische Kunstanstalt
Rudolf Nary Bürstenfabrik Bernburg
Sächsisch-Anhaltinische Armaturenfabrik und Metallwerke AG (Reduzierventil für Bierdruckapparate, Mineralwasserapparate, Sauerstoff und andere technische Zwecke)
Schweinefuß & Dolg Mühlenbauanstalt, Maschinenfabrik und Eisengießerei (gegr. 1889, Plansichter REFORM, Diagonal-Walzenstuhl, Getreide-Spitz- und Schälmaschine)
Strassenbahn und Elektricitätswerk Bernburg (gegr. 1896, Betrieb der Bahnstrecke bis 1917, dann Demontage des Kupfers als kriegswichtiges Metall, und erneut 1920/1921)
Theodor Hey GmbH Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen, Bernburg
W. Siedersleben & Co. GmbH Fabrik landwirtschaftlicher Maschinen und Eisengießerei, Bernburg, Anhalt
Tüten- und Papierwarenfabrik Dörfel & Kranemann, Bernburg (Papiergroßhandlung, Buchdruckere, maschinelle Herstellung von Tüten und Beuteln aller Art, Zigarren-, Zigaretten-, Drogen-, Samen- und Lohnbeutel sowie Abreißrollen mit ein- und zweifabrigem Druck)

aus dem Adressbuch von 1877
Anhalter Kurier, Bernburg
Bernburger Maschinenfabrik Aktien-Gesellschaft (Maschinenfabrik, Eisengießerei und Kesselschmiede, Spezialität: Irische Dauerbrandöfen und schmiedeeiserne Kochherde)
Bernhard Neumann Werggroßhandlung, Polstermaterialien, Alpengras-Spinnereien
C.A. Wüstinger Cognac-Brennerei (C.A. Wüstinger & Tecklenberg, Liqueur-Fabrik, Cognac-Destillerie, Bernburger Punsch-Essenzen, Import von echtem Rum, Arac und Cognac)
Calm & Ahlfeld, Krumbholzstraße 13 (Bankhaus)
Dampfkessel-, Gasometerbau-Anstalt, Schwarzblechwaaren-Fabrik Franz Rothe
Dampf-Sägewerk und Holz-Handlung von Schwarzenberger & Richert Baugeschäft
Deutsche Solvay-Werke Actien-Gesellschaft Bernburg (Solvay-Soda, Kalisalze, Steinsalz, chemische Produkte, Siedesalz, Brom, Magnesia, Salzsäure)
Eisengießerei & Maschinenbauanstalt Actiengesellschaft, Mühlstr. 17
Funke & Buchmann Möbelhandlung, Wilhelmstr. 12
Heinrich Steidner Cognac-Brennerei (gegr. 1834)
Herzogliche Saalmühle, Mühlstr. 16
Louis Damm Likörfabrik und Weinhandlung (gegr. 1868)
Maschinen-Strumpf-Strickerei Henriette Greiner, Breitestrasse 104
Max Stamm Eisen- und Röhrengroßhandlung (Industrie- und Hüttenerzeugnisse)
Max Teich Buchdruckerei und Buchbinderei (Papier- und Schreibwaren, Bürobedarf und -maschinen, Leder-, Galanterie- und Spielwaren)
M. Korsch vorm. C. Bergmann (Papierwaren-Fabrik und Papier-Grosshandel, Mechanische Tütenfabrik und Buchdruckerei, gegr. 1864)
Nähmaschinenfabrik L. Rosenthal, Krumbholzstr. 1a
Neue Gasactiengesellschaft, vor dem Nienburger Thor 5
Papierfabrik Eduard Hopfer, Am Krumbholz (seit 1806)
Rohrwaarenfabrik Calm & Ahlfeld, Krumbholzstr. 13
Seifen-Fabrik Gustav Kanzler, Breitestrasse 12
Seifen-Siederei August Hoffmann, Breite Str. 4
Selterswasserfabrik Louis Morgenstern, Breite Str. 105
Siedersleben & Co. (landwirtschaftliche Maschinen)
Tüten- und Papierfabrik Dörfel & Kranemann, Bernburg (maschinelle Herstellung von Tüten und Beuteln aller Art, Zigarren-, Zigaretten-, Drogen-, Samen- und Lohnbeutel sowie Abreißrollen mit ein- und zweifabrigem Druck)

Eintrag in das Brockhaus-Lexikon von 1894: "Die Industrie erstreckt sich auf Fabrikation von Soda, Kali, Chlorkalium (Deutsche Solvaywerke), von Dampfkesseln, Papier, Zucker, landwirtschaftlichen Maschinen, Kohlensteinen, Cement, Rohrwaren, Cigarren, Zuckerwaren, Konditoreigerätschaften, auf elektrische Telegraphenanlagen, auf Herstellung von Korsetten, Sprit und Liqueuren, Seifen und Federhaltern; außerdem bestehen noch Eisengießereien, Zinn- und Bleiwalzwerke, Färbereien, Spiritusbrennereien, Ziegeleien, Stein- und Kalkbrüche, Mühlen, Wagenbauereien, Ölraffinerie, Dampfschneidemühlen, Buch-, Steindruckereien und lithographische Anstalten. Von großer Bedeutung ist der Getreidehandel und das Bankgeschäft. Gasbeleuchtung, Wasserleitung und Schlachthaus mit Viehhof. An den Linien Cöthen-Aschersleben und Cönnern-Bernburg-Calbe der Preußischen Staatsbahnen."

Eintrag im Volks-Brockhaus von 1936: "Industrie: Kali und Soda."

Quellen
mdm-online.de
museum-digital.de
mz.de
picclick.de

Links
historische Bilder von Bernburg

 

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