Wegeleben (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Bilder ohne Nachfrage!
letzte Änderung: 30.06.2021

2020 war Wegeleben ein Städchen mit knapp 2500 Einwohnern und einem bemerkenswert hohen Anteil an historischen Gebäuden, darunter zahlreichen Fachwerkbauten. Die bekanntesten Söhne der Stadt sind der Heißdampf-Ingenieur und Erfinder Wilhelm Schmidt (1858-1924) und der Leiter der NSDAP-Parteikanzlei und NS-Verbrecher Martin Bormann (1900-1945).

Malzfabrik Wegeleben (Baudenkmal, Betriebsbeginn 1891)

Malzfabrik Wegeleben, Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 altes Foto der Malzfabrik, Repro: Martin Schramme, 2021

Ab 1891 besaß Wegeleben eine Malzfabrik. 1937 übernahm die Malzfabrik in Köthen die Malzfabrik in Wegeleben. Die Malzfabrik befindet sich direkt neben dem Friedhof. Außerdem liegt die Fabrik direkt an der Hauptstraße;e, Auf der Straßenseite war noch 2021 die Aufschrift Malzfabrik Wegeleben erahnbar. Allerdings konnte man davon nur "Ma__fabr__ Weg__e___" einigermaßen lesen. Die Fehlstellen im Wort "Malzfabrik" ergaben sich aus zwei Fenstern und das Wort "Wegeleben" war durch ein weiteres Fenster unterbrochen. Außerdem fehlte das Wortende, weil für den Anbau auf der Westseite ein Teil der mit Ziegeln ausgefachten Fachwerkwand gekürzt wurde. Auf dem alten Foto ist gut zu erkennen, wie die Fabrik vor dem Anbau aussah. Dass die Malzfabrik mehrfach aus- und umgebaut wurde, dafür spricht auch die Jahreszahl 1914 auf dem Mauerwerk des höchsten Teils der Malzfabrik.

Bahnhof Wegeleben

Bahnhof Wegeleben, Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021 , Foto: Martin Schramme, 2021

1862 fuhr die erste Eisenbahn in Wegeleben auf der neuen Strecke von Halberstadt nach Thale. Bauherr war die Magdeburg-Halberstädter Eisenbahn-Gesellschaft. 1866 kam eine Verbindung nach Aschersleben hinzu. 1905 bekam der Bahnhof ein neues Empfangsgebäude aus roten Ziegeln. Im November 2019 war der Bahnhof im Katalog der Sächsische Grundstücksauktionen AG für ein Mindestgebot von 3000 Euro. Der Bahnhof befindet sich außerhalb des Ortes und ist insgesamt stark sanierungsbedürftig. Im Juni 2021 hielten nach wie vor Personenzüge in Wegeleben, allerdings nur an simplen Plattformen.

Kaiserliches Postamt Wegeleben (Baujahr 1897)

Postamt Wegeleben, Foto: Martin Schramme, 2021 Postamt Wegeleben, Foto: Martin Schramme, 2021 Postamt Wegeleben, Foto: Martin Schramme, 2021

Nach seiner Errichtung trug das heute nur schnöde "Postamt" bezeichnete Objekt den stolzen Schriftzug "Kaiserliches Postamt" und anstelle des großen Mittelfensters unter dem Giebel hing ein Schild mit dem Reichsadler. Zu sehen ist das auf einer entsprechenden Postkarte, die um 1900 im Deutschen Kaiserreich im Umlauf war.

Betriebe in der DDR
VEB Betonbau Ostharz Erhard Mundt KG Wegeleben
VEB Kleinmöbelbau Wegeleben

Wirtschaft in Wegeleben vor 1945
C. Feldmann jun. Landesprodukte, Kohlenhandlung
E. Helm Fabrikation von landwirtschaftlichen Stahlwerkzeugen
Malzfabrik Wegeleben
Paul Schnelle Buchhandlung, Buchbinderei, Buchdruckerei
Stellmachermeister Carl Borkeloh sen.
Uhren-Spezialhaus Heinrich Kramer
Warenhaus Otto Lehrmann (eröffnet 1927)
Zuckerfabrik Wiersdorff, Meyer & Co., Wegeleben (errichtet 1873, als Reparationsleistung 1945/1946 von den Russen ausgeschlachtet)

Brockhaus-Lexikon von 1895
Stadt im Kreis Oschersleben des preuß. Reg.-Bez. Magdeburg, rechts am Goldbach, nahe bei seiner Einmündung in die Bode, an den Linien Halle-Halberstadt-Seesen und Magdeburg-Halberstadt-Thale der Preuß Staatsbahnen. Post, Telegraph, königl. Domäne und zwei Rittergüter; Zuckerfabrik, zwei Mälzereien und eine Fabrik für Kupferwaren.

Begriffslegende
Domäne = landwirtschaftliche Güter im Staatseigentum

Quellen
de.nailizakon.com
picclick.de
vorharz.net
wikipedia.org
zielbahnhof.de

 

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