Hansestädte in Deutschland

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!
Letzte Änderung am 10.5.2026

Die Hanse (deutsch: Gruppe, Schar) war im Mittelalter ein Bund europäischer Städte, welcher der Stärkung von Handel und Wirtschaft zum gegenseitigen Vorteil aller Beteiligten dienen sollte. In der Hanse verbanden sich vor allem norddeutsche Kaufleute. Sie bündelten ihre Kräfte, um nicht zuletzt den Seehandel abzusichern. Ferner ging es um den Einfluss auf Politik und Kultur. Die Aktivitäten der Hanse reichen bis in die erste Hälfte des 12. Jahrhunderts zurück. Bis zum 14. Jahrhundert entwickelte sich die Hanse zur Großmacht in Europa. Mehr als 70 Städte bildeten damals den harten Kern. Die Handelslinie quer durch Nord- und Ostsee reichte von London (England) bis Nowgorod (Russland). 1669 tagte die mittelalterliche Hanse zum letzten Mal. Nur die neun treuesten Mitglieder waren da noch dabei, darunter Bremen und Hamburg, die sich als Erben der Hanse verstanden und fortan den Zusatz "Hansestadt" im Namen führten. 1980 besann man sich in Zwolle (Niederlande) auf die Tradition der Hanse und gründete die Neue Hanse. Immer mehr Städte drangen nun darauf, den Namenszusatz "Hansestadt" tragen zu dürfen. Stand August 2020 gab es unter anderem folgende Hansestädte: Rostock, Stralsund, Anklam, Gardelegen, Salzwedel, Stendal, Herford und Uelzen. Hansestädte erkennt man bis heute an den Farben Weiß und Rot in ihren Flaggen. Beispiele dafür sind die Städte Bremen, Hamburg und Halle (Saale).

Bremen
Hamburg

Aschersleben
Erfurt
Halberstadt
Halle
Königsberg
Merseburg
Naumburg
Nordhausen
Quedlinburg
Stendal
Tangermünde

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Neue Hanse