Mansfeld (Sachsen-Anhalt)

Artefakte - Denkmale deutscher Geschichte
Fotos: Martin Schramme | Keine Verwendung der Fotos ohne Nachfrage!
letzte Änderung am 15.09.2021

Mansfeld ist eine Stadt, die von Bergbau und Hüttenwesen geprägt ist. Die Gewinnung von Kupfer und Silber bestimmte Jahrhunderte lang das Leben. Martin Luthers Vater, Hans Luder, war einer der Minenbesitzer. Doch die goldenen Jahre dort sind schon lange vorbei.

Im Mansfelder Land bauten Bergleute mehr als 800 Jahre lang Kupferschiefer ab. Während der ersten etwa 350 Jahre war Silber der wertvollste Teil des Kupferbergbaus. Der Kupferschiefer ist ein feinkörniger, feinschichtiger, kohlige Bestandteile führender Tonmergel bis Mergelstein. Für die Rohstoffgewinnung musste schon im 15./16. Jahrhundert die 37-fache Menge an Erz abgebaut werden. Für die Schmelze benötigte man zudem Unmengen an Holzkohle, wofür hektarweise Wald fiel. Der ständige An- und Abtransport der Rohstoffe und Produkte herrschte auf der Kohlenstraße (heute B 242) die höchste Verkehrsdichte in Mitteleuropa.

Blickt man sehr weit in die deutsche Geschichte zurück, war Mansfeld der Sitz eines der ältesten Fürsten-Geschlechter in Deutschland (Schloss Mansfeld).

Hasselbach-Viadukt (erbaut 1913-1918)

Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021 Hagenbach-Viadukt, Foto: Martin Schramme, 2021

Über das Hasselbachtal schwingt sich eine elegante, dreibögige Fischbachträger-Brücke. Der Fischbauchträger ist parabolisch geformt und entspricht in seinem Verlauf dem Verlauf des Biegemoments, das auf die Brücke wirkt, insbesondere wenn eine Eisenbahn über die Brücke fährt. Eigentums- und Naturschutz-Fragen verzögerten den Baubeginn für das Viadukt bis 1913 und schließlich sorgte der Erste Weltkrieg (1914-1918) für weitere Verzögerungen, so dass das Bauwerk erst 1918 fertig war und erst zwei Jahre später die erste Eisenbahn hier fuhr. Teile der 250 Meter langen Stahlskelett-Brücke stehen auf Resten der Schlackehalden der Putzkental-Hütte.

Mansfelder Bergwerksbahn (Schmalspur 750 Millimeter)

Mansfelder Bergwerksbahn, Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme, 2012

Im Zuge des technischen Fortschritts betrieben die Mansfelder Bergwerksbetriebe ab 1880 eine Schmalspurbahn. Die 750mm-Schmalspurstrecke verband Schächte und Hütten und transportierte diverse Materialien, vor allem Erz und Kohle. Bis 1924 wuchs das Streckennetz auf 95 Kilometer. Seit Anfang der 1960er Jahre wurde die Strecke aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und wegen der Einstellung vieler Bergbaubetriebe schrittweise stillgelegt und zurückgebaut. 1994 kaufte der Verein Mansfelder Bergwerksbahn 11,8 Kilometer der Strecke und etablierte einen Museumsbahnbetrieb. Hier im Bild zu sehen ist der Güterbahnhof Kupfer-Kammer-Hütte Hettstedt. Ein Spruch auf einem Bahngebäude dort erinnert noch an ferne Zeiten, denn dort steht in blauer Fraktur-Schrift die Losung "Es lebe das feste Kampfbündnis der DDR mit der ruhmreichen Sowjetunion!"

ehemaliges Haus für Arbeiter der Eckardt-Hütte

barackenartiges Haus in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021 barackenartiges Haus in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021 barackenartiges Haus in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021

Dieses Baudenkmal in Mansfeld/Leimbach war einst das Wohnhaus für Arbeiter der Eckardt-Hütte. 1857 begann der Bau, 1859 der Betrieb der Hütte. 1926 kam das Ende für den inzwischen zur Großhütte ausgewachsenen Industriestandort.

ehemalige Oskar-Schneller-Oberschule

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Oskar Schneller Oberschule, Baudenkmal, und Ackerbürgerhaus, Baudenkmal

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alte Geschäfte in Mansfeld

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Die ersten beiden Bilder zeigen eine ehemalige Bäckerei. Der Name das Objekts ist inzwischen komplett verwittert. Mansfeld war einst ein blühender Ort. Das war im Bergbau-Zeitalter. Geschichte - seit 1990. Manche Geschäfte sind auch schon vorher unter der Räder gekommen. Da ist eine Rind- und Schweine-Schlächterei und gleich daneben gab es einst Öfen, Kamine und eine Töpferei. Die Schriften sind allesamt verblichen. Teilweise ahnt man nur noch, was hier mal war in den denkmalgeschützten Häusern der Rabentorstraße.

Thiemanns Bäckerei

Baecker Thiemann in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021 Baecker Thiemann in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021 Baecker Thiemann in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021

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faszinierende Architektur

faszinierende Architektur in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021 faszinierende Architektur in Mansfeld, Foto: Martin Schramme, 2021

Deutschlands schönste Häuser sind oft zerstört, verfallen oder verbaut, doch dieses Haus in Mansfeld ist eines der erhaltenen hervorragenden Beispiele deutscher Architekturkunst aus der Kaiserzeit.
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Großörner (Mansfeld-Südharz)

Gasthof "Mansfelder Wappen"

Gasthof Mansfelder Wappen, Foto: Martin Schramme, 2012 Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Foto: Martin Schramme Postkarten-Repro: Archiv Postkarten-Repro: Archiv

Der Gasthof "Mansfelder Wappen" war einst ein Hotel mit Saal und Restaurant. Mit Centralheizung, elektrischem Licht sowie fließend kaltem und warmem warb es um Gäste. 1950 zog ein Kino ein. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Als Besitzer war vor dem Ersten Weltkrieg ein gewisser W. Stelzer eingetragen.

Betriebe in der DDR (1949-1990)
Druckerei und Zeitungsverlag Fr. Hohenstein (bis 1987)
Gasthof "Mansfelder Wappen"
VEB Mansfeld Kombinat Wilhelm Pieck

Wirtschaft in Mansfeld vor 1945
Creutz-Hütte bei Leimbach (auch Kreutz-Hütte, Verschmelzen des Kupferschiefers mit erwärmter Luft)
Druckerei und Zeitungsverlag Fr. Hohenstein (seit 1854)
Elektrische Kleinbahn im Mansfelder Bergrevier (gegr. 1898)
Gasthof "Mansfelder Wappen"
Gasthof zum Ratskeller
Katharinen-Hütte in Leimbach (Erzschmelze bis etwa 1800)
Mansfeld AG für Bergbau und Hüttenbetrieb (gegr. 1921, Vorgeschichte reicht bis 119 zurück, zum Unternehmenskonglomerat gehörten unter anderem die Kupfer- und Messingwerke Hettstedt, die Hallesche Pfännerschaft sowie Braunkohlenbergwerke bei Senftenberg und Merseburg.
Werner Voigt Gemischtwarenhandel

Eintrag im Brockhaus-Lexikon von 1894: Am Thalbach und der Linie Güsten-Sangerhausen der Preußischen Staatsbahn.

Quellen
kupferspuren.eu
picclick.de

 

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